Franz Wendler ist assoziiertes Mitglied am DFG-Graduiertenkolleg 2792 „Autonomie heteronomer Texte in Antike und Mittelalter“. Sein Lehramtstudium in den Fächern Englisch und ev. Religionslehre an der FSU Jena schloss er mit einer exegetischen Examensarbeit zur Jephtageschichte (Ri 10,1–12,6) ab und erwarb darüber hinaus Kenntnisse im Erweiterungsfach Latein und einem M.A. in Geschichte und Archäologie Israels an der Tel Aviv University. In seiner Promotion beschäftigt er sich mit der biblischen versus archäologischen Darstellung „Gileads“, eines Berglandes östlich des Jordans im heutigen Jordanien. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf der diachronen Rekonstruktion des vielschichtigen und gewachsenen Konzeptes „Gilead“, das in verschiedenen, miteinander verwobenen Textschichten des Alten Testaments zwischen einem territorialen und einem genealogischen Begriff schillert, der Gilead in das Zwölfstämmesystem Israels integriert.
Seine Interessen liegen besonders im Bereich Altes Testament, Sprachen, Kultur und Geschichte des Alten Vorderen Orients bzw. östlichen Mittelmeerraums und der Verbindung literarisch-exegetischer mit archäologisch-historischen Forschungsansätzen.
Assoziiert ist er darüber hinaus mit dem Ausgrabungsprojekt „Tel Shaddud“ in der nordisraelischen Jesreelebene, das von seinen Betreuern Prof. Dr. Hannes Bezzel (Altes Testament, FSU Jena) und Prof. Dr. Omer Sergi (Archäologie, Tel Aviv University) u.a. geleitet wird.